Shellock – Der Schnellspanner für Handpans (07/2018)

Hast du dir schon mal gewünscht mehrere Handpans in einer Tasche bzw. Koffer unterzubringen? Oder würdest du die Oberseite mit den Klangfeldern gerne gegen eine andere austauschen können? Die Erfüllung dieser Träume findest du in diesem Video!

“Shellock” – Was ist der Schnellspanner für Handpans?

Daniel Bernasconi, Schöpfer der Soma Sound Sculpture Handpans, hat einen Weg gefunden, den oben formulierten Traum zu erfüllen. Man kann echt sagen, Daniel ist ein wahres Genie. Der “Shellock” ist eine vielversprechende Lösung für viele Probleme, zum Beispiel beim Reisen mit mehreren Handpans und ein Geschenk für die Handpan Community aufgrund der Kombinationsmöglichkeiten von Unter- und Oberschalen.

Mit Hilfe eines Klemmsystems macht es der Shellock möglich, eine beliebige obere und eine beliebige untere Halbschale einer Handpan zusammenzubringen. Damit kann man innerhalb von Sekunden aus zwei Halbschalen eine komplette Handpan erstellen – und das auch noch ohne Kleber.

Aber bevor ich versuche die Konstruktion mit Worten zu erklären, schlage ich vor, du schaust dir einfach das folgende Video der Woche an.

Welche Vorteile bringt der Shellock für Handpans?

Aktuell befindet sich der Schnellspanner für Handpans noch in der Entwicklungsphase. Sobald er aber Marktreif ist, wird er viele Vorteile mit sich bringen.

Mit mehreren Handpans reisen wird leichter

Wer schon mal mit einer Handpan verreist ist, insbesondere geflogen ist, kennt die Anstrengungen und Kosten, die damit verbunden sind. Zunächst versucht man mit der Fluggesellschaft zu klären, ob man eine Handpan als Handgepäck mit in die Kabine nehmen kann. Sollte das nicht möglich sein, muss man sich wohl oder übel einen flugtauglichen Koffer oder eine zusätzlich verstärkte Tasche kaufen, damit man die Handpan als Gepäck einchecken kann und sie keinen Schaden davon trägt.

Sobald man allerdings mit mehreren Handpans verreist, bekommt man wirklich ein Platzproblem. Im Auto und im Zug nehmen die Handpans zu viel Platz weg und man hat immer mehrere Taschen zu tragen. Im Flugzeug wird es mit jeder weiteren Handpan richtig teuer, da sich die Fluggesellschaften das Zusatzgepäck oft fürstlich bezahlen lassen.

Hier wird dir der Shellock eine große Hilfe sein! Stell dir vor, du kannst die Oberseite deiner Handpan von der Unterseite trennen und die Halbschalen ineinander gelegt in deiner Handpan-Tasche bzw. deinem Koffer verstauen. Laut dem Erfinder Daniel finden bis zu 6 Halbschalen in einer Evatek Tasche platz.

Man könnte so also bis zu drei vollständige Instrumente in einer Evatek transportieren. Was ein Luxus! Dadurch würde man viel Geld, Zeit und Anstrengung sparen.

Mehrere Oberschalen auf die gleiche Unterschale

Nicht nur beim Reisen kann der Shellock seine Vorteile voll ausspielen. Mit dem Schnellspanner für Handpans ist es möglich verschiedene Oberschalen auf die gleiche Unterschale zu montieren.

Es wäre demnach vorstellbar, dass man verschiedenen Oberschalen besitzt, aber nur eine Unterschale. Das würde viel Geld und Zeit bei der Herstellung von Handpans sparen und mehr passionierten Spieler*innen die Möglichkeit schenken verschiedene Handpans zu besitzen.

Bedenkt man, dass bei einigen Handpans auch in die Unterschalen Klangfelder eingearbeitet haben, wird der Shellock noch mal interessanter. Es ist wäre möglich, durch die Kombination von verschiedenen Oberschalen und verschiedenen Unterschalen mit Klangfeldern eine Vielzahl neuer Handpankreation zum Leben zu erwecken, ohne das diese von Grund auf neu gebaut werden müssten.

Es wäre auch denkbar zwei Oberschalen miteinander zu kombinieren und so sogenannte Double-Sider herzustellen oder zwei Unterseiten miteinander zu verbinden. Dafür gibt es allerdings noch keinen Namen. Man könnte sie ja Double-Gu nennen.

Vorteile für Veranstalter*innen von Handpan Konzerten und Festivals

Die Möglichkeit verschiedenen Oberschalen auf die gleiche Unterschale zu montieren, ist auch für Veranstalter*innen von Handpan Konzerten und Festivals von großem Vorteil.

So könnten die einzelnen Künstler*innen lediglich mit ihren Oberschalen anreisen und die Veranstalter*innen stellen die Unterschalen zur Verfügung. Das würde allen Beteiligten Zeit, Geld und unnötige Anstrengungen auf den sonst schon ausreichend belastenden Reisen sparen.

Was sagt der Erfinder des Shellock?

Daniel Bernasconi am 2.2.2018:

” Eine meiner frühen Visionen als angehender Handpan Hersteller war es, die Handpan leichter zu transportieren und ihre Vielseitigkeit zu erweitern. Ich denke, mit dem “Shellock” könnte dieser Traum bald Wirklichkeit werden!

Er ist noch in einem frühen Stadium, aber die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Es müssen noch weitere Tests durchgeführt werden, um die genauen Auswirkungen auf den Klang und die langfristige Stimmstabilität zu beutreilen.

Das Video zeigt eine Soma Handpan, bei der beide Schalen in einem speziellen Klemmsysetem miteinander “verschlossen” sind. Die Form des Systems übt radialen und axialen Druck auf den Rand der Schalen aus, wenn es durch den Klemmring angezogen wird. Dies gewährleistet eine hohe Steifigkeit der gefügten Struktur und hilft, die sich ausbreitenden mechanischen Schwingungen im Stahl zu blockieren und umzuwandeln.

Der aktuelle “Shellock” erhöht das Gewicht der Handpan um 3,2 kg. Man könnte diese Erhöhung durch die Verwendung einer Softtasche anstelle eines Hartschalenkoffers und die Verwendung der Unterschale als schützenden “Helm” ausgleichen oder eben nur mit Oberschalen reisen und sich am Veranstaltungsort Bodenschalen leihen.

Der Grund, warum ich mich sehr darüber freue, liegt nicht nur an der leichteren Transportfähigkeit. “Shellock” eröffnet neue und einfache Möglichkeiten der Kombination von Halbschalen. Theoretisch könnten nun zwei beliebige obere Schalen zu einem “Double-Sider” werden, jede Unterschale (auch mit Klangfeldern) kann mit jeder Oberschale kombiniert werden, die Position der Klangfelder der Ober- und Unterschalen zueinander kann variiert werden. Möglicherweise sehen wir bald Handpans die aus zwei Gu-Seiten (Unterschalen) bestehen.”

Den Text habe ich aus dem Englischen übersetzt.

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