Handpans - The Magic Sound

Handpans: The Magic Sound – Eine Dokumentation von Jonathan Jehle (10/2019)

Der Dokumentarfilm Handpans: The Magic Sound von Jonathan Jehle ist wirklich einzigartig in der Welt der Handpans. Bis zu seiner Veröffentlichung im November 2018 war mir kein dokumentarischer Film bekannt, der sich auf diese Art und Weise künstlerisch und informativ mit dem Thema Handpans auseinandersetzt.

Jonathan schafft es mit dem 60-minütigen Dokumentarfilm Informationen zur Geschichte, und Herstellung der Instrumente sowie der Handpan-Community und zukünftigen Entwicklung der Handpans perfekt mit künstlerischen Einlagen zu kombinieren und so die Welt der Handpan auf eine wunderbare und bisher einzigartige Art vorzustellen.

Dafür hat er die Handpan-Hersteller Manfred Sperling von Innersound und Kieren Langdon von Pan Chameleon sowie die Handpan-Spieler*innen Henry Hovannesjan, Zhenya Topov, Klaim Nivaux, Rania Badri, Marcel Hutter und Yatao (Malte Marten & Alexander Mercks) getroffen.

Jonathan im Gespräch über seine Handpan-Dokumentation

Hallo Jonathan, kannst du die Handpan-Dokumentation in wenigen Worten beschreiben?
Hi Milan, ja klar gerne. Mein Film “Handpans – Der Magische Klang” ist ein 60minütiger Dokumentarfilm, der sich dem Thema Klangskulpturen wie Handpans zuwendet. Eine No Budget Produktion, gefilmt in Berlin.
Jonathan Jehle bei den Drehvorbereitungen der Handpan-Dokumentation
Jonathan Jehle
Der Dokumentarfilm ist wirklich wunderbar und einzigartig. Wie kamst du zu diesem Projekt?

Im Januar 2016 habe ich angefangen, einen kurzen Filmbeitrag über das Hang zu erstellen. Dieser sollte informativ und circa 5-10 Minuten lang sein. Ich kannte das Instrument seit etwa 2006, das erste Video das ich dazu gesehen hatte, war von Hang Massive.

Ein paar Jahre später präsentierte mir eine Freundin stolz ihre Caisa. Ich war weiter fasziniert, allerdings auch frustriert, da das Instrument unerschwinglich für mich schien.

Ich hörte immer wieder jegliche Handpan Musik, die ich finden konnte. 2015 hab ich dann ein Lied für einen experimentellen Kurzfilm genutzt, in dem es um “grüne Oasen” in Berlin ging.

Kurz darauf folgte die Idee, das Instrument informativ vor zu stellen. Nach meiner Recherche war aber sehr schnell klar, dass ich das nicht in 5 Minuten machen konnte. Denn zumindest Klangbeispiele oder ganze Lieder sollten darin vorkommen.

So begannen die ersten Kontaktaufnahmen zu Musikern in Berlin sowie die ersten Aufnahmen. Einige Versuche, Kontakt mit Musikern aufzunehmen, scheiterten recht schnell. Andererseits bestand auch ein gewisses Interesse von Seiten der Community, als ich zum Beispiel auf Facebook um Fotos für mein Projekt bat – ich wollte keine Google-Bildersuche verwenden.

Alexander Mercks von Yatao spielte dann auch noch auf meinem Nachhauseweg im U-Bahnhof Turmstrasse in Berlin. Ich sprach ihn an und organisierte einen Musikvideodreh in der Milchmeergalerie, den Räumlichkeiten eines Künstlervereins.

von links nach rechts Samy Crouzet, Jonathan Jehle, Martin Schönfeld, Jonas Köchling, Kieren Langdon in der Werkhalle Wiesen
von links nach rechts: Samy Crouzet, Jonathan Jehle, Martin Schönfeld, Jonas Köchling, Kieren Langdon in der Werkhalle Wiesenburg
Da startete dein Projekt ja gleich mit sehr bekannten Personen aus der Handpan-Welt. Wie ging es denn dann weiter?

Dann lernte ich Manfred Sperling von Innersound in Berlin Tempelhof kennen. Er war bereit, sich interviewen zu lassen und ich stellte eine kleines Team zusammen.

Bei Manfred Sperling (Innersound) in der Werkstatt im Juni 2016; Kameramann: Björn Nelke, Foto: Martin Lassak

Kieren Langdon meldete sich auf einen Post auf Facebook und war ebenfalls an einer Zusammenarbeit interessiert. Das Projekt geriet ins Rollen.

Das Team änderte sich allerdings immer wieder, da eigentlich keine Produktionsmittel zur Verfügung standen. So waren 2017 erst circa 20 Minuten geschnitten. Aber es fühlte sich noch nicht ganz rund an. Also kam nun die Entscheidung, entweder das Ganze abzuschließen oder noch mehr ins Thema ab zu tauchen.

Kieren organisierte ein Konzert, wir filmten mit einer Crew von 4 Personen mehrere Stunden lang sehr unterschiedliche Musiker, die teils einen Tag zuvor auf dem ersten Handpan Festival in Berlin gespielt hatten, in der Wiesenburg im Stadtteil Wedding.

Darauf folgte eine lange Phase der Postproduktion, immer wieder unterbrochen von sich bietenden Möglichkeiten, Handpan Musiker zu filmen – und sich in Gesprächen über das Thema auszutauschen. Das Thema ließ mich erst mal nicht mehr los.

Und dann war der Film auf einmal fertig – nach fast 3 Jahren, ohne Budget, mit wechselnder Besetzung im Team. Im November 2018 veröffentlicht, eine kleine eher private Premiere in der Wiesenburg und einigen schönen Rückmeldungen aus der Community.

Handpans: The Magic Sound - A documentary by Jonathan Jehle (09/2019)

The documentary Handpans: The Magic Sound by Jonathan Jehle is really unique in the world of Handpans. Until its release in November 2018, I didn’t know of any documentary film that deals artistically and informatively with Handpans in this way.

Jonathan manages to perfectly combine information about the history and production of the instruments as well as the Handpan community and the future development of Handpans with artistic interludes with the 60-minute documentary, thus presenting the world of Handpans in a wonderful and unique way.

He met the Handpan manufacturers Manfred Sperling from Innersound and Kieren Langdon from Pan Chameleon as well as the Handpan players Henry Hovannesjan, Zhenya Topov, Klaim Nivaux, Rania Badri, Marcel Hutter and Yatao (Malte Marten & Alexander Mercks).

Note: You can turn on English subtitles by using the gear icon in the YouTube section to open the settings.

Jonathan talking about his Handpan documentary

Hello Jonathan, can you describe the Handpan documentation in a few words?

Hi Milan, of course. My film „Handpans – The Magic Sound“ is a 60-minute documentary film that focuses on sound sculptures like Handpans. A no budget production, filmed in Berlin.

Jonathan Jehle bei den Drehvorbereitungen der Handpan-Dokumentation
Jonathan Jehle
The documentary is really wonderful and unique. How did you come to this project?

In January 2016 I started to make a short film about the Hang. It should be informative and about 5-10 minutes long. I had known the instrument since about 2006, the first video I had seen was of Hang Massive, and a few years later a friend proudly presented her Caisa to me.

I continued to be fascinated, but also frustrated, because the instrument seemed unaffordable to me and I kept listening to any Handpan music I could find. In 2015 I used a song for an experimental short film about „green oases“ in Berlin, and shortly afterwards I had the idea to present the instrument in an informative way.

But after my research it became clear very quickly that I couldn’t do it in 5 minutes. That’s how the first contacts to musicians in Berlin and the first recordings began. Some attempts to make contact with musicians quickly failed.

On the other hand, there was a certain interest on the part of the community when I asked for photos for my project on Facebook – I didn’t want to use a Google image search. Alexander Mercks from Yatao also played on my way home in the underground station Turmstraße in Berlin. I approached him and organized a music video shoot in the Milchmeergalerie, the premises of an artists‘ association.

von links nach rechts Samy Crouzet, Jonathan Jehle, Martin Schönfeld, Jonas Köchling, Kieren Langdon in der Werkhalle Wiesen
from left to right: Samy Crouzet, Jonathan Jehle, Martin Schönfeld, Jonas Köchling, Kieren Langdon in the Wiesenburg workshop
Your project started with very well-known people from the Handpan world. So what happened next?
Then I met Manfred Sperling from Innersound in Berlin Tempelhof. He was willing to be interviewed and I put together a small team.
With Manfred Sperling (Innersound) in the workshop in June 2016; cameraman: Björn Nelke, photo: Martin Lassak

Kieren Langdon responded to a post on Facebook and was also interested in working with us. The project started rolling.

However, the team changed again and again because there were no production resources available. In 2017, only about 20 minutes were cut. But it didn’t feel quite round yet. So the decision was made either to finish the whole thing or to dive even deeper into the subject.

Kieren organized a concert, we filmed with a crew of 4 people for several hours very different musicians, who had played partly one day before at the first Handpan Festival in Berlin, in the Wiesenburg in the district Wedding.

This was followed by a long phase of postproduction, repeatedly interrupted by opportunities to film Handpan musicians – and to talk about the topic. The topic did not let me go first of all any more.

And then the film was suddenly finished – after almost 3 years, without budget, with changing cast in the team. Released in November 2018, a small rather private premiere in the Wiesenburg and some nice feedback from the community.

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