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Was ist eine Handpan bzw. Hang Drum? (inkl. Video)

Handpan, Hang® & Hang Drum
Das wunderschöne Instrument für alle!

Alle Infos zu Handpans und zum Hang® findest du in diesem Ratgeber.

Handpan / Hang-Drum

Was ist eine Handpan, was ist ein Hang® und warum solltest du das Instrument nicht Hang® Drum nennen?

Lerne in diesem Ratgeber alles über die wundervollen Musikinstrumente Hang® und Handpan.

Dieser Artikel dient dir als Einstieg in die Welt der Handpans und beantwortet dir alle wichtigen Fragen.

Weitere Ratgeber, die wichtige Fragen im Detail beantworten, sind an den jeweiligen Stellen verlinkt.

Wenn du schon auf der Suche nach einer Handpan für dich bist, schaue dir auch die große Auswahl toller Handpans in unserem Handpan-Shop an!

Milan Serwene Autor
Milan Serwene

Artikel aktualisiert: 22. August 2020

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Inhaltsverzeichnis:

Was ist eine Handpan, Hang® bzw. Hang Drum?

Eine Handpan ist ein Musikinstrument, dass aus zwei Blechhalbschalen besteht.

Der Begriff Handpan benennt eine relativ junge Gruppe von Musikinstrumenten, die aufgrund des außergewöhnlichen Klangs und der leichten Erlernbarkeit sehr beliebt wurden. 

Als Ursprungsinstrument aller Handpans gilt das Hang®, das die Firma PANArt im Jahr 2000 erfunden hat. Im Englischen wird das Instrument auch fälschlicherweise als Hang Drum bezeichnet. Mittlerweile gibt es weltweit Hersteller*innen, die Handpans von höchster Qualität anbieten. Dabei hat sich der Name Handpans für die Instrument weitestgehend durchgesetzt.

Im folgenden Video siehst du das berühmt Handpan-Duo Hang Massive mit ihrem weltberühmten Lied Once Again.

handpan,hang,hang drum

Wie ist eine Handpan aufgebaut?

Eine Handpan besteht aus zwei  Halbschalen/Halbkugeln aus Metall, die an ihren Rändern miteinander verklebt sind. Der so entstehende Hohlraum ist der Resonanzkörper (Helmholtz-Resonanz) des Musikinstruments.

Auf der Oberseite einer Handpan befindet sich das zentrale Klangfeld. Das ist meistens der tiefste Ton einer Handpan. Es wird auch „Ding“ genannt. Dieser zentrale Bereich wird abgegrenzt durch die Schulter.

Aufbau einer Handpan
Aufbau einer Handpan - Foto: Michael Paschko (Ixkeys), Panart-freies-integrales-hang, CC BY-SA 3.0

Um das zentrale Klangfeld herum liegt kreisförmig der Chor. In diesem befinden sich meistens 7-9 Klangfelder (Töne) aus einer bestimmten Tonleiter, die zueinander passen. In Abhängigkeit der Auswahl der Töne erzeugen verschiedene Handpans unterschiedliche Klangwelten.

Auf der unteren Metallhalbschale befindet sich normalerweise nur ein Loch (das Gu) als Resonanzöffnung. Selten liegen auf der Unterseite Klangfelder (sog. Bottom Notes).

Handpan-Stimmung, Skizze der Anordnung der Klangfelder
Klangfeldanordnung von 1 (tiefster Ton) bis 9 (höchster Ton)
Ding der Handpan / Hang Drum
Ding
Schulter der Handpan / Hang Drum
Schulter
Chor der Handpan / Hang Drum
Chor
Klangfeld der Handpan / Hang Drum
Klangfeld

Wie funktioniert eine Handpan?

Bei der Herstellung einer Handpan werden die Klangfelder durch Hammerschläge so geformt, dass sie unter Druckspannung stehen. Durch das Anschlagen der Klangfelder mit den Fingern werden sie in Schwindung versetzt und der Ton erzeugt.

Oft wird vermutet, dass der Ton einer Handpan genau so entsteht, wir bei einer Trommel. Doch das ist nicht richtig.

Bei Trommeln wird der Ton mit einer Membran erzeugt, die unter Zugspannung steht.

Bei Handpans hingegen stehen die Klangfelder unter Druckspannung. Dabei drückt die innere Fläche eines Klangfelds gegen seinen eigenen Rand und es kommt zu einer Art kontrollierten Knickung des Materials. Eine ähnliche Knickung von Metall, das unter Druckspannung steht, kannst du z. B. auch bei Deckeln von Einweckgläsern beobachten. 

Durch das Anschlagen der Handpan werden die Klangfelder, aber auch das gesamte Instrument in Schwindung versetzt. Dadurch wird die Luft im Inneren des Instruments bewegt und ein Ton erzeugt. Je größer das Klangfeld, desto tiefer ist der entstehende Ton.

Der Klang einer Handpan wird durch die Form der Klangfelder aber auch durch viele weitere Eigenschaften bestimmt. Eine Handpan ist somit immer ein Einzelstück und die Klangeigenschaften können sich von Instrument zu Instrument unterscheiden.

Eine Handpan funktioniert super im Park.
Eine Handpan kann auch wunderbar im Park gespielt werden.

Wie wird eine Handpan gespielt?

Eine Handpan wird mit den Händen und Fingern gespielt. Bereits ein sanfter, kurzer Anschlag eines Klangfelds lässt den wunderschönen Klang des Instruments ertönen. Dabei führt stärkeres Anschlagen nicht zu einem lauteren Ton, sondern verzerrt ihn eher. 

Perkussive Töne werden ebenso mit den Fingern, aber auch mit den Handballen, den Fäuster oder den Fingerknochen durch Berührungen in den Bereichen zwischen den Klangfeldern erzeugt.

Beim Spielen wird die Handpan meistens flach (horizontal) in den Schoß oder auf einen Handpan-Ständer gelegt. So können beide Hände jeden Bereich der Handpan optimal erreichen.

Bei einer selteneren Spielweise wird die Handpan hochkant (vertikal) zwischen den Oberschenkeln gehalten. Dabei spielt die linke Hand die linke und die rechte Hand die rechte Seite der Handpan.

Professionelle Spieler*innen benutzen oft mehrere Handpans gleichzeitig. In diesem Fall werden die Handpans auf Handpan-Ständern abgelegt.

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Was macht die Handpans so besonders?

Die Handpans sind wirklich einzigartige Musikinstrumente. Viele Fragen sich, wie sie in so kurzer Zeit so unglaublich beliebt werden konnten.

Diese Eigenschaften machen die Handpans so besonders:

  • Ein außergewöhnlicher Klang voller Obertöne, der viele Menschen tief berührt.
  • Die Begrenzung auf eine relativ geringe Anzahl an Tönen macht Handpans unglaublich leicht zu spielen.
  • Die Spiel- und Anschlagtechniken sind einfach. Die meisten Menschen beherrschen sie bereits nach wenigen Versuchen.
  • Die intuitive Spielweise ermöglicht das Improvisieren ohne Vorkenntnisse.
  • Das Spielen auf der Handpan ist sehr leicht zu erlernen. 
  • Durch die Verbindung von Rhythmus und Melodie erzeugen Handpans einzigartige Klangwelten.

Aufgrund dieser Eigenschaften, ist es den meisten Menschen schon nach kurzer Zeit möglich Rhythmen und Melodien zu spielen. Auch wenn sie vorher sagen: „Ich bin doch aber total unmusikalisch!“

Die Handpan ist einfach ein Instrument für alle Menschen jeden Alters, ob mit musikalischen Vorkenntnissen oder ohne!

Ist es schwer Handpan spielen zu lernen?

Nein, es ist nicht schwer Handpan spielen zu lernen. Handpan spielen lernen ist im Vergleich zu anderen Musikinstrumenten sehr leicht!

Das liegt an folgenden Vorteilen:

  • Im Vergleich zu anderen Instrumenten haben Handpans relative wenige Töne. Diese Töne passen sogar besonders gut zusammen. Das führt dazu, dass du auf einer Handpan kaum falsch spielen kannst. Selbst Neulinge können oft nach 5-10 Minuten schon Rhythmen & Melodien spielen.
  • Die Spieltechnik (Anschlagen der Klangfelder) ist sehr leicht zu erlernen. Du musst nicht wie bei einer Gitarre oder einem Klavier schwierige Griffe lernen oder wie bei einem Blasinstrument die perfekt Mundstellung üben. Du tust einfach so, als wäre die Handpan eine heiße Herdplatte, die du ganz kurz mit dem Finger anschlägst und schön ertönt der wundervolle Klang.
  • Du musst keine Noten lernen. Für die Notation von Rhythmen und Melodien für Handpans werden meistens einfache, leicht verständliche Zeichen benutzt.

Schaue dir in unserem Shop tolle Kurse und Bücher zum Handpan lernen an.

Handpan, Hang®, Hang Drum & Pantam - Warum gibt es so viele Namen?

Für die Handpan-Instrumente werden einige, teils synonyme Namen verwendet. Um Missverständnisse zu vermeiden, kannst du dir hier jeweils eine kurze Erklärung der Namen durchlesen.

  • Hang®
    Das ist der Name, den sich die Firma PANArt Hangbau AG für ihr Instrument gesichert hat. Er darf also nur für Hang®-Instrumente aus dem Hause PANArt verwendet werden. „Hang“ ist Berndeutsch und bedeutet so viel wie „Hand“. Der Name betont also, dass das Instrument mit der Hand gespielt wird.
  • Hang Drum (auch Hangdrum)
    Dieser Begriff ist eine im Englischen häufiger verwendete Abwandlung des Originalnamens Hang®. Er suggeriert, dass es sich bei dem Instrument um eine Trommel (engl. Drum) handelt und wurde daher von PANArt abgelehnt. Der Begriff wird in der Szene von Hersteller*innen und Spieler*innen nur noch selten verwendet.
  • Pantam
    Der Name Pantam, eine Kombination aus Pan und Ghatam, wird gleichbedeutend zum Name Handpan verwendet. Erfunden hat ihn ein Hang®-Verkäufer in Israel, da seine Landsleute Probleme mit der Aussprache des Worts Hang® hatten. Er wird vor allem in der internationalen Szene weiterhin verwendet.
  • Spacedrum®
    Dieser Name ist von der Firma Metal Sounds gesichert und bezeichnet ausschließlich deren Spacedrum®-Instrumente. Da diese allerdings schon lange auf dem Markt sind, benutzen einige Menschen den Begriff „space drum“ als Synonym für Handpans.
  • Klangskulptur (engl. Sound Sculpture)
    Um zu betonen, dass die Handpans keine Trommeln sind und auch schwer einer anderen Kategorie an Musikinstrumenten zuzuordnen sind, benutzen einige Menschen den Begriff Klangskulptur.
  • Handpan
    Dieser Begriff wurde 2007 von Kyle Cox erfunden. Der Gründer der Firma Pantheon Steel wollte damit lediglich seine eigene Interpretation des Hang® benennen. Der Name Handpan setze sich aber schnell in der Szene durch und gilt nun als Oberbegriff dieser Instrumente.
  • Stahlzungentrommel (engl. Steel Tongue Drum)
    Stahlzungentrommeln sind keine Handpans. Manchmal wird der Begriff Handpan jedoch fälschlicherweise für Steel Tongue Drums verwendet. Auch wenn einige Steel Tongue Drums in ihrer Form den Handpans ähneln, unterscheiden sie sich in wichtigen Eigenschaften. Bei den Stahlzungentrommeln werden die Klangfelder nicht gehämmert, sondern in das Metall geschnitten. Die Unterschiede in Herstellung und Material führen zu einem anderen Klangverhalten.

Wo und wie kaufe ich eine Handpan?

Beim Kauf einer Handpan gibt es ein paar Dinge zu beachten.

In den Jahren nach der Erfindung des Hang® war die Firma PANArt viele Jahre der einzige Hersteller. Mittlerweile gibt es aber eine große Anzahl sehr guter Handpan-Hersteller*innen. Daher ist es heutzutage wesentlich einfacher eine Handpan zu kaufen.

Handpans sind Instrumente, deren Töne immer aus einer bestimmten Tonleiter kommen. Sie haben nicht wie ein Klavier oder eine Gitarre „alle“ Töne.

Daher erklingen bei Handpans mit unterschiedlicher Tonleiter, auch Skala genannt, verschiedene Klangwelten. Zusätzlich haben neben Material, Größe, Herstellungsprozess und der Anzahl der Klangfelder auch noch weitere Eigenschaften Einfluss auf den Klang.

Worauf muss ich beim Handpan-Kauf achten?

Das Handpan-Portal hat für dich alle Infos zum Kauf einer Handpan in einem umfangreichen Ratgeber zusammengefasst.

Unsere Handpan-Kaufberatung beantwortet dir folgende Fragen:

  • Wie verschaffe ich mir einen Überblick über Handpans und die jeweiligen Skalen?
  • Was ist die beste Handpan für Anfänger*innen?
  • Wie teuer ist eine Handpan?
  • Welche Handpan-Hersteller*innen bieten wir an?
  • Wie finde ich die richtige Handpan für mich?

Lies die Antworten zu diesen Fragen in unserem Ratgeber zum Kauf einer Handpan.

Wie wähle ich die richtige Handpan für mich aus?

Eine Handpan hat nicht wie z. B. ein Klavier „alle“ Töne zur Verfügung. Die Töne einer Handpan entstammen immer einer Tonleiter. Die Auswahl der Töne bestimmt dadurch die Klangwelt, die die Handpan beim Spielen erzeugt.

Es ist wichtig, dass du eine Handpan findest, deren Klangwelt zu dir passt. Um dir bei der Auswahl einer Handpan zu helfen, haben wir einen Ratgeber geschrieben.

Der Ratgeber zur Auswahl der Handpan-Skala beantwortet dir folgende Fragen:

  • Was ist eine Tonleiter?
  • Was ist eine Handpan-Skala?
  • Welche Handpan-Skalen gibt es?
  • Welche Skalen erzeugen welche Klangwelten?
  • Was sind die beliebtesten Handpan-Skalen?
  • Welche Auswirkung hat die Anzahl der Klangfelder auf die Handpan?

Die Antworten zu diesen Fragen findest du in unserem Ratgeber zur Auswahl der Handpan-Skala.

Wo kann ich eine Handpan kaufen?

In unserem Handpan-Shop:

Der Online-Handel mit Handpans ist heutzutage etabliert. Auch das Handpan-Portal bietet in Zusammenarbeit mit ausgewählten Handpan-Händlern Instrumente zum Kauf und zur Miete an.

Der direkte Kauf bzw. die Miete über unseren Online-Shop bietet dir folgende Vorteile:

  • Du kannst die Handpan zu Hause in Ruhe ausprobieren.
  • Du sparst dir die Anreise zu einem Verkäufer.
  • Im Notfall kannst du dein Widerrufsrecht nutzen.

Schaue dir unsere Auswahl toller Handpans in unserem Handpan-Shop an.

Besuche unsere Magic-Handpan-Workshops:

Wenn du die Handpans kennenlernen und ausprobieren möchtest, dann besuche einen unserer Magic-Handpan-Workshops.

  • Deutschlandweit auch in deiner Nähe bieten wir Workshops an.
  • Unsere Workshop-Leiter*innen zeigen dir die Welt der Handpans.
  • Du lernst die Handpan und erste Melodien und Rhythmen kennen.

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Woher kommt die Handpan?

Wie aus dem Hang® die Handpan entstand.

Die Handpan basiert auf dem Ursprungsinstrument Hang®. Das Hang® von PANArt war lange Zeit das einzige Instrument dieser Art auf der Welt. Durch die wundervollen Klang- und Spieleigenschaften wurde es jedoch sehr schnell auf der ganzen Welt beliebt.

Die Nachfrage nach dem Hang® überstieg bei Weitem das Angebot und so versuchten immer mehr Menschen ähnliche Instrumente herzustellen, die die gleichen tollen Eigenschaften haben.

Unter diesen Menschen war auch Kyle Cox mit seiner Steelpan-Firma Pantheon Steel. Er benutzte den Begriff Handpan im Jahr 2007 als erster auf seiner Internetseite, um seiner neuen Alternative zum Hang® von PANArt einen Namen zu geben.

Da PANArt den Begriff Hang® hatte schützen lassen, durfte kein anderes Instrument so genannt werden. Die wachsende Handpan-Szene musste daher eigene Namen für ihre Instrumente finden.

Unter den ersten Firmen, die Handpans hergestellt haben waren:

  • die Caisa von Kaisos Steel Drums (Deutschland, 2007)
  • die BElls von BEllart (Spanien, 2009),
  • die Halo von Pantheon Steel (USA, 2009) und
  • die Spacedrum von Metal Sounds (France, 2009).

An diesen Beispielen siehst du ganz schnell, dass der Begriff Handpan anfänglich nicht der einzige war. Es gab Caisas, BElls, Halos und Spacedrums. Während die Instrumentenart über die Jahre immer bekannter geworden ist, hat sich allerdings der Name Handpans als Oberbegriff durchgesetzt.

Woher kommt das Hang®?

Eine Steelpan-Firma in der Schweiz erfindet ein neues Instrument.

1976

Die Steelpan als Inspirationsquelle für das Hang®

Man kann sagen, dass die Geschichte des Hang® in den 70er Jahren in der Schweiz beginnt. Schon seit 1976 beschäftigt sich der Schweizer Felix Rohner mit der Herstellung von Steelpans. In diesen Jahren waren Steelbands in der Schweiz sehr beliebt.

1985

Steelpanmanufaktur Bern

Felix Rohner gründete 1985 die Steelpanmanufaktur Bern und erschuf seitdem hauptberuflich die aus Trinidad & Tobago stammenden Steelpans.

1985 -1993

Forschung & Entwicklung: Der Weg zum Hang®

Über die folgenden acht Jahre versorgte Felix Rohner mit seinen Instrumenten viele Steelbands in der Schweiz. Die Erfahrungen, die er bei der Herstellung der Steelpans machte, ließen ihn erkennen, dass der Stahl, aus dem die Pans sind, essentiell für die Qualität der Instrumente ist.

Damals nutzte man gebrauchte Stahlgebinde, um Pans herzustellen. Dadurch war die Qualität eines Instruments dem Zufall unterworfen. Um den Erfolg seiner Instrumente nicht mehr diesem Zufall zu überlassen, beschäftigte sich die Steelmanufaktur Bern mit der Erforschung geeigneter Materialien.

1993

PANArt Steelpanmanufaktur AG

Um diese Arbeiten in einem geordneten Rahmen stattfinden zu lassen, gründete Felix Rohner 1993 die PANArt Steelpanmanufaktur AG Bern. Neben der Forschung an dem Rohmaterial der Steelpans, wie z.B. Tiefziehstahl, DP-Stahl und Feinkorn-Stahl, konzentrierte sich PANArt immer mehr auf die Akustikforschung.

1998

Patent für das Gasnitrieren

Felix Rohner brachte Vertreter aus der deutschen Stahlindustrie und der internationalen Wissenschaft an einen Tisch. Sie arbeiteten gemeinsam an der für Stahlinstrumente relevanten Forschung.

Den bis dato größten Erfolg errungen sie mit einem Verfahren zum Härten des Stahls für Blechklanginstrumente. Dieses Verfahren nannten sie Gasnitrieren und meldeten es 1998 zum Patent an.

Durch das Gasnitrieren wird ein Blech hergestellt, bei dem der weichere Kern durch eine härtere Außenschicht umgeben ist. Damit ist ein großer Meilenstein in der Instrumentengeschichte erreicht.

1998-2000

Pang-Instrumente

PANArt nannte die Instrumente, die durch die neuen Verfahren, Materialien und Werkzeuge entstanden sind, Pang-Instrumente. Dieser Instrumentenfamilie sind die Instrumente Ping, Pong, Orage, Pung, Pangglocke, Peng, Doppelpeng, Tubal und schließlich auch das Hang® zuzuordnen.

2000

Das Hang® der ersten Generation

Das Herstellen der Pang-Instrumente und der Entdeckerdrang von PANArt und dem Perkussionisten Reto Weber führten schließlich dazu, dass man die Eigenschaften von Pang-Schalen und der indischen Gatham in einem neuen Instrument vereinte.

Im Jahr 2000 erblickte so das erste Hang® das Licht der Welt.

Kurz darauf wurde es offiziell auf der Musikmesse Frankfurt von Felix Rohner und Sabina Schärer vorgestellt. Daraufhin konzentrierten sich die Hangerfinder*innen ausschließlich auf den Bau des neuen Instruments und stellten den Bau von Steelpans und weiteren Pang Instrumenten ein.

Das Hang® wurde stetig weiterentwickelt und über ausgewählte Händler*innen lediglich an eine kleine Kundengruppe verkauft. Diese Exklusivität gepaart mit dem einmaligen Klang dieses neuen Instruments begründet die unglaubliche Laufbahn des Hang®.

Mittlerweile wurde auch die Firma umbenannt. Der Fokus auf das neue Instrument spiegelte sich ab 2003 im neuen Namen PANArt Hangbau AG wider.

Die erste Generation der Instrumente wurde von 2000 bis 2006 gebaut. Anfänglich wurden ungefähr 30 verschiedene Stimmungen angeboten. Die stetige Weiterentwicklung und die hohe Nachfrage führten dazu, dass nach einigen Jahren ca. 45 Klangmodelle zur Verfügung standen und innerhalb von fünf Jahren 4300 Instrumente verkauft wurden.

Da sich die Kunden die Stimmung ihres Hang® selber aussuchen konnten und auch neue Wünsche äußern durften, wurde schnell klar, dass sich viele nach einer tiefer gestimmten zentralen Note (auch Ding genannt) sehnten.

Diesen Wunsch erfüllte PANArt mit dem Low Hang.  Durch einen Weiterentwicklung des Bau- und Stimmprozesses, bei dem die Instrumente nun mehrmals im Ofen erhitzt wurden, war es möglich die Spannung der Klangfelder direkter zu kontrollieren und so eine tiefere Stimmung zu ermöglichen.

2006

Das Hang® der zweiten Generation

Der Weiterentwicklungsprozess des Hang® hielt an und so wurde kurz nach dem Low Hang® bereits 2006 die neue Generation des Instruments von Felix Rohner und Sabina Schärer vorgestellt. Diese Generation unterscheidet sich von der ersten unter anderem darin, dass Messing zunächst auf die Halbschalen aufgebürstet und dann im Ofen eingebrannt wurde. Zusätzlich wurde das Messing genutzt, um die Naht, die Stelle an der die beiden Halbschalen aneinander geklebt sind, zu umhüllen.

Neben dem Aufbringen von Messing änderte sich durch eine Weiterentwicklung der zweiten Generation ab 2007 ein weiterer wichtiger Aspekt an dem Instrument. Die Klangfelder wurden nun in einem Winkel von 45° zum Radius des Instruments eingehämmert. Der weiterhin bestehende Wunsch, das Hang® tiefer zu stimmen, führte zu größeren Klangfelder und damit wiederum dazu, dass das Hang® vorrangig mit sieben Klangfelder im Chor gebaut wurde. Denn um tiefere Töne zu erzeugen, werden größere Klangfelder benötigt.

Mit der zweiten Generation des Hang® änderte PANArt den Verkauf der Instrument grundsätzlich. Bis dato setzten sie beim Vertrieb der Instrumente auf ein internationales Netz ausgewählter Händler. Unter anderem, um mit dem großen Ansturm auf die Instrumente umgehen zu können, entschieden sie sich dafür die Hanghang (Plural von Hang®) nur noch nach vorheriger Anmeldung und persönlichem Besuch in Bern zu verkaufen.

Bei diesem Besuch hatte man dann die Chance mehrere Instrumente zu spielen und sich ein Hang® auszusuchen, das zu einem passt. Auf diese Weise wurden in den Jahren 2006 und 2007 insgesamt 826 Hangs der zweiten Generation verkauft.

2008

Das integrale Hang®

Wie du dir sicher vorstellen kannst, haben PANArt weiter am Instrumentenbau geforscht und wenige Jahre nach der Entwicklung der zweiten Hang®-Generation eine neue Version vorgestellt. PANArt widmete sich dem Thema Harmonie der in der Hang® eingehämmerten Töne und präsentierte als Ergebnis das Integrale Hang, welches ein Ding in D3 mit sieben Klangfeldern in A3, B3, C4, D4, E4, F4, und A4 im Chor vereint. Zusätzliche wurde das Gu oval und es bekam drei Teiltöne D5, F5 und Fis5 eingestimmt.

Andere Klangmodelle wurden in dieser Generation nicht angeboten. Neben den Änderungen an den Klangfeldern, die PANArt mittlerweile Stimmen nannte, verzichtete man auch auf das Aufbringen und Einbrennen von Messing. Lediglich das Ding, welches in dieser Hang®-Generation eine Art Kuppel in der Kuppel erhielt, und die Naht behielten die Messingbeschichtung. Auf dem restliche Teil des Instruments entstand im Brennofen eine Oxidschicht, die dazu in der Lage ist, kleinere Oberflächenverletzungen wieder zu schließen.

2010

Das freie integrale Hang®

Mit dem freien integralen Hang® brachte PANArt ein noch schlichteres Instrument hervor. Man verzichtete nicht nur darauf Messing auf das Instrument aufzubringen, sondern auch die Einfassung der Naht war nicht mehr aus Messing. Das spiegelt die Fokussierung auf den Klang des Hang® wider.

Das Ding wurde zusätzlich zweifach abgesetzt und so entstand die sogenannte Dreifachkuppel. Allerdings ist hier zu beachten, dass die ersten freien integralen Hang® noch aus den Rohformen des integralen Hang® gebaut wurden. In den Jahren 2009 und 2010 entstanden die neuen Instrumente teilweise noch mit Messingding und -einfassung sowie der Dingform des integralen Hang. Im Laufe des Jahres 2010 wurde dann auf das Messing verzichtet und der einzige sichtbare Unterschied zu der neuen Rohform war die Form des Ding.

Viel interessanter ist allerdings, dass sich der Einstimmprozess grundlegend änderte. Felix Rohner und Sabina Schärer verbannten technische Stimmgeräte aus ihrer Werkstatt. Lediglich ihre jahrelange Erfahrung, ihr Gehör und innere Resonanz halfen ihnen das Hang® einzustimmen.

Das führte natürlich auch dazu, dass die Tonhöhe des Ding nicht mehr genau festgelegt werden konnte. Das Ding stimmte PANArt weiterhin in D3, aber eben nicht mehr zu 100% genau. Vielmehr kann man sagen, das Ding variierte leicht um D3 herum. Die Stimmen aus dem Chor wurden dann relativ zum Ding eingestimmt und entsprachen denen der integralen Hang.

2013

Das Ende des Hangbaus

Ende 2013 wurde der Bau des Integralen Hang® eingestellt. PANArt konzentriert sich nun auf die Kreation weiterer Instrumente (Hang® Balu, Hang® Bal, Hang® Balu Urgu, Hang® Godo, Hang® Gede, Hang® Gudu, Hang® Urgu, Hang® Gubal), die teilweise eine gewisse Ähnlichkeit zu den Hanghang aufweisen. Mittlerweile schreibt PANArt auf ihrer Internetseite, dass das Hang® wieder gebaut wird.

Häufig gestellte Fragen

Hier werden all deine Fragen beantwortet

Der Begriff Handpan benennt eine Gruppe von Blechklanginstrumenten. Dabei handelt es sich um zwei miteinander verklebte Metallhalbschalen. In diese Schalen sind Klangfelder eingehämmert. Durch das Anschlagen der Klangfelder wird ein Ton erzeugt.

 

Erfahre alles, was du zu Handpans wissen musst, in unserem umfangreichen Ratgeber zu Handpans.

Das Hang® ist ein Musikinstrument, das die Firma PANArt im Jahr 2000 erfunden hat. Dabei werden zwei Metallhalbschalen am Rand miteinander verklebt. Auf diesen Halbschalen befinden sich Klangfelder, die durch Anschlagen mit den Fingern einen Ton erzeugen.

 

Das Hang® gilt als Ursprung aller Handpans. 

 

Erfahre alle Infos zum Hang® und den Handpans in unserem umfangreichen Ratgeber zu Handpans.

Die Handpans sind wirklich einzigartige Musikinstrumente. Viele Fragen sich, wie sie in so kurzer Zeit so unglaublich beliebt werden konnten.

 

Diese Eigenschaften machen die Handpans so besonders:

  1. Einzigartiger Klang, der viele Menschen tief berührt
  2. Leichte Erlernbarkeit für alle Menschen auch ohne musikalische Vorkenntnisse
  3. Tolle Verbindung aus Rhythmus- und Melodieinstrument

Aufgrund dieser Eigenschaften, ist es den meisten Menschen schon nach kurzer Zeit möglich Rhythmen und Melodien zu spielen.

 

Erfahre mehr über die einzigartigen Handpans in unserem umfangreichen Ratgeber zu Handpans.

Nein, das Handpan spielen ist nicht schwer.

 

Es ist im Vergleich zu anderen Instrumenten sehr leicht zu erlernen. Auf einer Handpan stehen nur bestimmte Töne zur Verfügung, die  gut zueinander passen.

 

Erfahre hier, wie du schnell & einfach Handpan spielen lernen kannst.

Vielleicht mag dir der Kauf einer Handpan anfangs schwer vorkommen. Es gibt verschiedene Modelle, Stimmungen und Materialien. Aber mit den richtigen Informationen machen wir es dir leicht, eine wunderschöne Handpan zu finden.

 

Erfahre alles, was du wissen musst, in unserer umfangreichen Handpan-Kaufberatung.

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